Projekt

Adobe-Abo gekündigt: womit ich jetzt arbeite

FlashView im Bearbeiten-Modus: ein Beagle-Portrait mit Reglern für Belichtung, Kontrast und Farbe daneben

Ich habe mein Adobe-Abo gekündigt. Jahrelang lief es einfach mit, jeden Monat, so selbstverständlich wie die Stromrechnung. Lightroom Classic zum Sortieren und Entwickeln, Photoshop für die Bilder, bei denen mehr nötig war. Mehr habe ich davon nie benutzt.

Den Anfang davon habe ich schon in „100.000 Fotos - endlich in den Griff bekommen“ beschrieben: der Import, der nach dem Duschen immer noch lief. Damals ging es nur ums Sichten. Inzwischen ist es der ganze Weg.

Was ich bezahlt und nie benutzt habe

Lightroom Classic gibt es nur noch im Abo mit 1 TB Cloud-Speicher. Ich habe meine Bilder auf meinen eigenen Platten und arbeite am Rechner. Die Cloud, die Synchronisation, die Handy-App: alles mitbezahlt, nie gebraucht.

Dazu die KI-Funktionen. Die laufen über ein monatliches Kontingent an Credits, das Adobe festlegt und seit 2025 mehrfach geändert hat. Ich will mein Werkzeug kennen und mich darauf verlassen können, nicht jeden Monat nachlesen, was gerade gilt.

Womit ich jetzt arbeite

FlashView für alles von der Karte bis zum fertigen Bild. Und ja, das ist mein eigenes Programm, das wisst ihr. Gerade deshalb ist es ein ehrlicher Test: Ich arbeite jeden Tag damit, und was mich stört, merke ich als Erster.

Karte rein, die Bilder landen in Tagesordnern, ich sortiere aus, bewerte, entwickle die RAWs und exportiere. Kein Katalog, kein Import, bevor ich ein Bild sehe.

Affinity für alles, was Ebenen braucht: Haut retuschieren, verflüssigen, etwas Störendes entfernen, eine Maske für den Hintergrund. Affinity ist seit Oktober 2025 kostenlos. Seit FlashView 1.8.12 geht ein Bild mit einem Rechtsklick hinüber, ich arbeite in Affinity, drücke Strg+S, und das Ergebnis liegt in FlashView neben dem Original. Sterne und Farbmarke bleiben erhalten.

Die meisten Bilder kommen gar nicht so weit. Belichtung, Farbe, Zuschnitt, ein Look über die Serie: Das erledige ich direkt in FlashView. Affinity sehen nur die paar Bilder, die wirklich Retusche brauchen.

Wenn ihr umsteigen wollt

  • In Lightroom Classic vorher alle Bilder wählen und Metadaten in Datei speichern. Dann stehen Sterne und Farbmarken in den Dateien, und FlashView liest sie.
  • Bearbeitungen aus Lightroom kann kein anderes Programm übernehmen. Was fertig ist, exportiert ihr vorher.
  • Vor dem Deinstallieren den kostenlosen Adobe DNG Converter installieren. Der bringt die Kameraprofile mit, die FlashView für RAWs nutzt.

Den sachlichen Vergleich mit Zahlen und allem, was Lightroom besser kann, gibt es auf flashview.net: Lightroom-Alternative ohne Abo.

Und ihr? Zahlt ihr noch für das Foto-Abo, oder habt ihr den Absprung schon geschafft?